Pinolino Laufrad Jojo

Kathrin Ab 2 Jahren 11 Kommentare

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Das Laufrad wurde uns für einen Produkttest kostenlos zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür an www.toys.ch!
Mit einem * gekennzeichnete Links sind Amazon Affiliate Links.

Seit einigen Wochen fährt unser Mädchen unermüdlich jeden Tag Laufrad und sitzt nun schon fast wie ein Vollprofi auf ihrem roten Schmetterlingsflitzer – allerhöchste Eisenbahn also für eine Kaufempfehlung :)

Das Jojo Laufrad von Pinolino entdeckte ich durch Zufall bei www.toys.ch. Rot lackiertes Birkenholz mit gelb- und orangefarbenen Schmetterlingen – was für ein Hingucker! Mein Mädchenherz schlug höher und ich musste das Laufrad sofort bestellen.

Montage & Ausstattung

Das Laufrad wird in Einzelteilen geliefert, lässt sich aber innerhalb weniger Minuten zusammen bauen.

Ein großer Pluspunkt ist, dass das Pinolino Holzlaufrad, aufgrund des 6-fach höhenverstellbaren Sattels, bereits für sehr kleine Kinder geeignet ist und mit wächst (Altersempfehlung: für Kinder von 2-5 Jahren).

 

Ihr müsst bei der Montage unbedingt auf die Richtung des Bogens in der Mitte des Laufrades achten. Ich hatte ihn zunächst nach oben zeigend montiert (linkes Bild) und mich gewundert, warum das Laufrad noch zu groß für unser Mädchen ist. Erst durch Leserkommentare kam ich auf den „Dreh“ (rechtes Bild)!

Das Laufrad verfügt über große Luftreifen mit leichtem Profil, es rollt so also fast von alleine, aber hat dabei genug „Grip“ auf rutschigem Untergrund. Es gibt Holzscheiben statt Speichen und somit kaum Verletzungsgefahr für die kleinen Fahrer. Die dick gepolsterten Lenkerenden schützen außerdem vor Verletzungen an den Händen bei Stürzen.

Es gibt übrigens keine Bremsen, das ist aber nicht dramatisch, weil unser Mädchen das Tempo hervorragend mit ihren Füßen drosseln kann.

Pinolino in Flammen
Bildquelle: www.amazon.de

Die Schmetterlinge können selbst aufgeklebt werden. Für heiße Feger gibt es auch Flammen (siehe rechts).

Fahrgefühl

Anders als beim Puky Dreirad musste unser Mädchen das Laufrad vom ersten Tag an selbst in Bewegung setzen. Die ersten Male schob sie lediglich vorsichtig und setzte sich nur gelegentlich kurz darauf. Dabei stakste sie eher mit dem Rad zwischen ihren Beinen vorwärts, als dass sie rollte. Ein sehr seltsamer Anblick und wir glaubten, es sei viel zu früh für solch ein Gerät.

Nach etwa einer Woche und vielen Versuchen hatte unser Mädchen allerdings den Dreh raus und pfiff ab wie der Wind. Wir staunten nur, als wir plötzlich rennen mussten, um sie wieder einzuholen 😀

Unser Töchterchen genießt den Spaß beim Fahren und ihre neue Freiheit ganz offensichtlich! Trotz anfänglicher „Schieb-Läufe“ und Fahrprobleme, übte sie täglich mit großer Lust weiter. Nun kann sie aktiv bestimmen, ob sie lieber fahren oder schieben oder getragen werden möchte.

Sicherheit

Unser Mädchen (zwei Jahre) kann die Gefahren des Verkehrs absolut nicht einschätzen und rollt manchmal laut lachend und in Höchstgeschwindigkeit auf viel befahrene Straßen zu. Das sind Schockmomente vom Feinsten! Da mein kleines Herz nicht unendlich stark belastbar ist, laufe ich deswegen in verkehrsreichen Gegenden (wie die Umgebung direkt vor unserem Haus) zügig neben ihr her und fordere sie bei jeder Straßenüberquerung auf, anzuhalten und zu schauen, ob ein Auto kommt. An besonders gefährlichen Stellen muss sie absteigen und an meiner Hand laufen, während ich das Rad trage. Auf ungefährlichen Waldwegen darf sie dafür los düsen, so schnell sie möchte.

Vom Verkehr abgesehen, besteht Gefahr durch Stürze. Unser Mädchen liebt steile Abhänge, doch ihr Gleichgewichtssinn ist noch nicht so perfekt ausgeprägt, dass sie jeden Hügel ohne Probleme meistern kann. Auch hier laufe ich (nicht nur um mein Herz, sondern auch um ihre Knochen zu schonen) im Moment noch neben ihr her und halte sie am „Schlafittchen“ – naja wohl eher hinten an ihrer Weste – fest.

Egal wie gut und sicher euer Kind fahren kann, ein Helm ist in jedem Fall Pflicht, um die Kleinen vor schwerwiegenden Kopfverletzungen zu schützen (z.B. UVEX Kinderfahrradhelm).

Belastbarkeit

Unser Pinolino Laufrad hat es bei unserer Tochter nicht leicht. Es wird bei voller Fahrt durch hohe Bordsteine gestoppt und immer wieder ohne Vorwarnung auf den Boden geknallt. Das zu sehen, tut mir in der Seele weh, aber dem Laufrad scheint es nicht zu schaden: Von ein paar kleinen Schrammen abgesehen, sieht es noch erstaunlich neu aus. Ein wirklich gutes Urteil werde ich wohl erst am Ende unser Fahrzeit abgeben können, aber nach den letzten Wochen heftigster Dauerbelastung, sieht es ganz danach aus, als wenn unser Jojo noch einiges einstecken kann.

Nachteil

Es gibt keine Schiebestange!
(Wobei das auch ein Vorteil ist, siehe „Puky Dreirad„).  Lässt die Energie unseres Mädchens nach, muss ich tragen. Im schlimmsten Fall nicht nur das Laufrad… Bei einem Familienausflug, können Thomas und ich uns den Ballast teilen, aber wenn ich alleine unterwegs bin, komme ich echt ins Schwitzen.

Ihre Euphorie der ersten Wochen in Bezug auf das Laufradfahren legt sich allmählich und immer öfter ruft sie nach halber Fahrt: „Mami, auf den Arm!“. Im Gegensatz zu den Ausflügen mit Dreirad oder Buggy, muss ich also immer versuchen abzuschätzen, wie fit sie ist und wie weit sie fahren kann. Nicht immer so leicht!

Was sagen die Leute?

Die Rezensionen bei Amazon* und bei Testberichte.de sprechen eindeutig für das Pinolino Laufrad. Laufrad-Test.de (eine empfehlenswerte Seite, die Laufräder unter die Lupe nimmt, vergleicht und bewertet) schrieb ebenfalls einen äußerst positiven Bericht (siehe „Pinolino Laufrad Test„).

Die einzige, dafür sehr heftige Kritik hagelte es von der Zeitschrift Öko Test. In der Ausgabe 3/ 2012 erhielt das Pinolino Laufrad lediglich das Gesamturteil ausreichend. Es sei Schadstoff belastet und die Lenkergriffe seien beim Falltest abgebrochen, so die Testergebnisse.

Ich entdeckte diesen Öko Test erst, nachdem wir stolze Besitzers des Pinolino Laufrades waren, aber ich glaube nicht, dass er meine Kaufentscheidung beeinflusst hätte. Denn ich frage mich bei solchen Tests immer, wie schlimm die Auswirkungen „der bedenklichen oder umstrittenen Inhaltsstoffe“ (wie Öko Test sie nennt), tatsächlich sind. Ist die Gesundheit meines Kindes ernsthaft gefährdet, wenn es täglich das Laufrad eine Stunde lang mit den Händen berührt? Oder muss es mindestens drei Stunden fahren, bevor es Schaden nimmt? Was bedeuten diese Schadstoffdaten ganz konkret für unseren Alltag? Inwiefern können Schadstoffe, die Verkehrsfähigkeit beeinträchtigen, so wie Ökto Test behauptet? Ich bin verwirrt und wünsche mir Aufklärung, deswegen werde ich mich diesbezüglich an Öko Test wenden und euch natürlich berichten.

Fazit

Das Pinolino Laufrad ist nicht nur wunderhübsch, sondern auch sehr robust. Unser Mädchen legte bereits viele Kilometer auf ihm zurück und wird es sicherlich noch viele Monate fahren. Wer Holz mag und ein qualitativ hochwertiges Laufrad für’s Auge sucht, wird viel Freude an dem kleinen Flitzer haben.

In rot mit Schmetterlingen gibt es das Laufrad hier:
Pinolino Jojo Laufrad*

 

 

 

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