Dass kleine Kinder direkt neben der Mutter schlafen, ist für manche Kulturen so natürlich, wie uns das Schlafen der Eltern im gemeinsamen Ehebett erscheint.[1] In Deutschland wollen die meisten Paare nachts nicht auf die Nähe ihres Partners verzichten, auch wenn sie alleine ruhiger und erholsamer schliefen (siehe auch „Schlafen zu zweit – ein nächtlicher Kampf“). Warum also kleine Kinder in ein eigenes Zimmer verbannen, obwohl es ihnen ganz nah an der Mutter spürbar besser geht?
Die Gründe sind vielfältig. Viele glauben, dass gemeinsames Schlafen Kinder verwöhnt, sie unselbstständig macht und für schlechte Schlafqualität sorgt – bei Groß und Klein. Diese Befürchtungen sind jedoch unbegründet. Das einzig reale Problem liegt darin, dass die Interessen der Eltern mit den Bedürfnissen der Kinder kollidieren. Das sorgt für Reibereien – allerdings nicht nur beim Schlafen…
Inhalt
Was Kinder brauchen
Kinder brauchen Körperkontakt und die sichere Nähe eines Erwachsenen – am Tag wie in der Nacht. Oder anders gesagt: ohne vertraute Bezugsperson fällt es ihnen schwer einzuschlafen. Die Natur hat es außerdem so eingerichtet, dass Kinder (v.a. in den ersten Monaten) nachts häufig aufwachen, um zu „kontrollieren“, dass sie nicht alleine sind. Ein Schutzmechanismus, der früher ihr Überleben sicherte. Dass es heute gar keine Gefahren mehr gibt, können Kinder nicht spüren – „die einzigen Sicherheitssignale, die sie verstehen können, sind die „Nähesignale“ vertrauter Erwachsener“ (siehe auch „Warum Babys nicht durchschlafen“).[2]
Was Eltern wollen
Eltern brauchen erholsamen Schlaf und natürlich Zeit für sich. Das Leben mit einem Kind ist schließlich anstrengend. Tagsüber gibt es nur wenige Ruheoasen, da werden die Abend- bzw. Nachtstunden schnell zum kostbaren Zeitfenster für all die vielen Dinge, die noch erledigt werden wollen.
Der Irrtum
Ein Kind ins eigene Bett zu stecken ist kein Garant für’s selbstständige Ein- und Durchschlafen. Es hat doch nicht weniger Kummer, Furcht oder Schmerz, als ein Kind, das bei seinen Eltern schlafen darf!? Die meisten Kinder wehren sich und sie protestieren lautstark, wenn sie allein gelassen werden. Das ist kein Machtkampf wie viele meinen, sondern angeborene, ehrliche Angst!
Finger weg vom Schlaftraining!
Es gibt Schlaflernprogramme, die Kinder gegen ihre Bedürfnisse konditionieren, alleine ein- und durchzuschlafen. Sie funktionieren leider manchmal dahingehend, dass das Kind nach einiger Zeit ruhig – scheinbar selbstständig – schläft. In Wirklichkeit lernt es, dass es gerade dann verstoßen wird, wenn es dringend Hilfe braucht. Es gibt auf (zu schreien). Das jedoch verursacht immensen Stress. Dieser kann die Gehirnentwicklung negativ beeinträchtigen und ein hohes Risiko für die psychosoziale Entwicklung bedeuten.[3] „Ein Kind, dem der Instinkt abtrainiert wurde, bei einer Trennung von seinen Eltern zu schreien, darf [also] nicht mit einem zufriedenen verwechselt werden.“[4]
Familienbett –warum ist es so gut?
Ich als absoluter Fan vom Familienbett könnte dir 1000 Gründe nennen. Die Wissenschaft hat sich jedoch – ganz objektiv – mit diesem Thema beschäftigt und durch Schlafstudien interessante Erkenntnisse gewonnen. Das Fazit: „gemeinsames Schlafen ist eine echte Investition in die zukünftige körperliche und emotionale Gesundheit des Kindes.“[5] Hier ein paar Details:
1. Mutter und Kind schlafen im gemeinsamen Bett besser. Die Vorraussetzung ist, dass die Mutter sich bewusst und freiwillig dafür entscheidet. Im Familienbett fühlt sich das Kind sicher und es kann meist beruhigt werden, bevor es ganz wach ist. Aber auch Mütter sind nachweislich entspannter: Eine Mutter, die nachts getrennt von ihrem Kind schläft, ist häufiger wach aus Sorge, ob es ihm gut geht. Sie leidet – genau wie ihr Kind – unter Trennungsangst: je größer die räumliche Distanz zum Kind, desto unruhiger wird sie schlafen.[6]
Ich holte unser Mädchen bereits in der Klinik zu mir ins Bett. Die Schwestern schlugen vor, sie ins „Schlafzimmer“ zu bringen (ein Raum am anderen Ende des Flures, wo Babys bewacht schliefen), damit ich ein paar Stunden in Ruhe schlummern konnte. Schon der Gedanke daran jagte mir eine Jahresration Adrenalin durch die Adern… Ein ähnlicher Gefühlsausbruch dann in unserer Wohnung: es gibt nur Platz für ein eigenes Kinderzimmer in einer anderen Etage. Jede Nacht eine Treppe hinauf sausen, wenn unser Mädchen ruft. Nein, nein! Dann doch lieber in einem Bett kuscheln.
2. Mutter und Kind entwickeln identische Schlafzyklen, wenn die Mutter stillt und von Anfang an gemeinsam mit ihrem Baby schläft. Das heißt einerseits, dass die Mutter häufigere REM-Phasen (Phasen leichteren Schlafes) durchläuft – der Anteil der REM-Phasen sinkt normalerweise mit zunehmendem Alter. Andererseits wechseln Mutter und Kind nahezu zeitgleich von Phasen leichteren Schlafes zum Tiefschlaf und umgekehrt. Somit reißt das erwachende Baby seine Mutter selten aus dem erholsamen Tiefschlaf. „Der Schlaf der Mutter ist zwar leichter, allerdings deshalb nicht weniger erholsam.“ [7]
3. Das nächtliche Stillen wird erleichtert, somit wachen weder Kind noch Mutter richtig auf. Einfach umdrehen, andocken, weiter schlafen – wer weniger als 15 Sekunden wach ist (egal ob alt oder jung), schläft schnell wieder ein.[8] Selbst wenn keine Stillmahlzeit ansteht, beruhigt sich ein Kind ganz schnell, sobald es Mama spürt, riecht und hört. Kinder, die minutenlang rufen und Mütter, die erst ins Kinderzimmer flitzen müssen, sind mit Sicherheit hellwach.
4. Das Kind fühlt sich nicht allein gelassen und erfährt viele Stunden zusätzlichen Körperkontakt. Ob ein Kind dadurch besser wächst und gedeiht, kann nicht eindeutig durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt werden. Sicher ist allerdings, dass sich jede beängstigende Erfahrung im ersten Lebensjahr negativ auf die Gehirnentwicklung eines Kindes auswirkt.[9] Ein Familienbett kann natürlich nicht alle angsteinflössenden Faktoren beseitigen, aber es kann zu einem Ort werden, an dem sich ein Kind sicher und geborgen fühlt.
Gemeinsam statt einsam
Wo soll mein Kind schlafen?
Das Wo ist weniger entscheidend – viel wichtiger ist es, eine Schlaflösung zu finden, die für alle Beteiligten passt. Eltern, die ihr Kind freiwillig zu sich ins Bett nehmen, erleben das sehr positiv. Wer sich allerdings nur für gemeinsames Schlafen entscheidet, weil sonst nichts hilft, leidet oft darunter.
„Der richtige Schlafplatz für dich und dein Kind ist derjenige, der für dich richtig ist und an dem alle (Mutter, Vater und Kind) am besten schlafen.“[10]
Mögliche Schlaflösungen
Was heißt das konkret? Gemeinsames Schlafen kann ganz unterschiedlich aussehen und schließt nichts aus (auch nicht ein eigenes Kinderbett), solange die Möglichkeit besteht, auf die Nähebedürfnisse des Kindes einzugehen. Da jede Familie individuelle Lebensverhältnisse, Tagesabläufe, Ansprüche und Bedürfnisse hat, ist manchmal etwas Kreativität gefragt, damit sich alle Familienmitglieder wohl fühlen. Hier ein paar Beispiele:
Der Klassiker sieht vor, das Kind ins elterliche Bett zu nehmen. Dieses kann ein normales Doppelbett sein (mindestens 1,60 m Breite) oder ein Matratzenlager (mehrere Matratzen nebeneinander). Handwerklich geschickte Eltern können sich dafür einen kleinen Holzrahmen bauen, so rutschen die Matratzen nicht auseinander. Es geht aber natürlich auch ohne.
Einige Familien haben bereits, zum Teil aus Platzgründen, das Kinderbett im elterlichen Schlafzimmer stehen. Wer sein Schlaflager weiterhin nicht teilen, aber das Kind in greifbarer Nähe haben möchte, kann ein Kinder- oder Beistellbettchen direkt ans eigene Bett stellen.
Wer sein Kind stillt, kann beim Kinderbett die Gitterstäbe an einer Seite herausnehmen, so kann das Kind nach dem Trinken ganz einfach wieder zurück geschoben werden.
Wer Wert auf getrennte Räume legt, kann eine Matratze oder ein Bett ins Kinderzimmer stellen, damit ein Elternteil – wenn nötig – dort schlafen kann. Das Kind hat so die Möglichkeit sich ans selbstständige Schlafen zu gewöhnen (wenn man so will), aber erfährt Beruhigung durch die Eltern, sobald es sie benötigt. Diese Variante eignet sich auch hervorragend für größere Kindern. Mein Neffe (5 Jahre) beispielsweise kann manchmal nicht ohne seine Mama schlafen. Unter seinem Hochbett hat meine Schwester deshalb eine Matratze gebunkert, die sie gerne mit ihm teilt, wenn die Monster mal wieder zuschlagen. Je nach Raumsituation kann solch eine Matratze aber auch unter/ neben das Elternbett geschoben werden, dann besucht der Knirps im Notfall die Eltern – nicht umgekehrt.
Zwar wird Familienbett zunächst mit Mutter, Vater und Kind(er) assoziiert– es ist aber durchaus möglich ein Kind bei anderen Familienangehörigen schlafen zu lassen, z.B. den Großeltern oder älteren Geschwistern. So bekommen die Eltern ihren wohlverdienten Schlaf und der Knirps seine Kuscheleinheit.
Was die Skeptiker sagen
An dieser Stelle ein paar entwaffnende Argumente für alle „Gegner“ des gemeinsamen Schlafens.
Kinder und Mütter schlafen besser im eigenen Bett
Sie schlafen anders im eigenen Bett, nicht besser. [11] Schlafstudien zeigen, dass Babys, die bei ihren Müttern schlafen zwar öfter für kurze Zeit aufwachen, über die gesamte Nacht gerechnet aber eine kürzere Zeit wach sind, als alleinschlafende Babys. Auch weinen sie seltener. „Einzelschläfer dagegen wachen zwar seltener auf – wenn sie aber aufwachen, dann richtig und mit gehörigem Protest.“[12]
Mütter, die freiwillig mit ihren Kindern nächtigen, behaupten erholsam zu schlafen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sich sehr gut anfühlt mein Bett zu teilen – ich liebe das kleine anschmiegsame Bündel an meiner Seite. Ich kann tief schlafen, weil ich sofort merke, wenn unser Mädchen wach wird und an manchen Tagen weiß ich noch nicht einmal wie oft ich sie gestillt habe, weil ich so schnell wieder eingeschlafen bin.
Ungemütlicher wird es nur, wenn sie krankheitsbedingt oder zahnbedingt nicht schlafen kann, dann bin ich natürlich auch wach. Manchmal sogar zwei Stunden. Doch ich möchte sie nicht alleine lassen, wenn es ihr nicht gut geht. Ich darf in solchen Nächten glücklicherweise (fast immer) liegenbleiben, während unser Mädchen sich nahezu geräuschlos auf mir herum wälzt. Bis sie wieder schlafen kann…
Das Kind wird zu sehr verwöhnt
Wenn ein Kind bei seinen Eltern schlafen darf, werden lediglich seine elementaren Bedürfnisse gestillt. Es bekommt bei seiner Mutter genau das, „was es für eine Reise in den Schlaf von Natur aus benötigt – nicht mehr und nicht weniger.“[13]
Das Kind wird nie selbstständig
Wie heißt es noch? Kinder müssen sich daran gewöhnen, ohne die Hilfe der Eltern einzuschlafen, weil sie sonst nicht selbstständig werden? „Das kann weder durch wissenschaftliche Untersuchungen noch aus Sicht der Evolutionstheorie begründet werden.“ „Selbstständige Schläfer sind selbstständige Schläfer – und dadurch nicht unbedingt selbstständige Menschen. [14] Führte gemeinsames Schlafen tatsächlich zur Unselbstständigkeit, gäbe es die Menschheit wohl heute nicht mehr.
Gemeinsames Schlafen ist gefährlich
Kann etwas, das sich über Jahrtausende bewährt hat, ernsthaft gefährlich sein? Natürlich nicht! Befürchtungen man könne sein Kind erdrücken oder ersticken sind unbegründet, denn Babys lassen sich nicht ohne Gegenwehr ersticken: selbst ein Neugeborenes strampelt und schreit, wenn etwas seine Atmung behindert.
Das Familienbett stellt ein Risiko für den plötzlichen Kindstod dar
„Eigene Zimmer für Kinder sind ein Phänomen der westlichen Mittelschicht, in Asien [beispielsweise] schlafen nur 4% der Babys allein.“ Interessanterweise tritt der plötzliche Kindstod am seltensten in den Ländern auf, in denen Co-Sleeping üblich ist.[15] Mütter, die neben ihrem Kind schlafen, spüren offensichtlich eher – und reagieren entsprechend, wenn etwas nicht stimmt. Gemeinsames Schlafen im Familienbett erhöht also nicht das Risiko des plötzlichen Kindstodes, ganz im Gegenteil.
Das Liebesleben der Eltern bleibt auf der Strecke
Bleibt es nach der Geburt so oder so – zumindest für eine gewisse Zeit. Aber das ist ein anderes Thema. Ich wette, dass bei den meisten Paaren früher das Liebesleben auch nicht nur im Schlafzimmer statt fand. Will heißen: wo ein Wille ist, findet sich sicherlich ein (anderes) lauschiges Plätzchen…
Tipps für einen sicheren Schlafplatz
Was gibt es zu beachten?
Es ist nicht gut, wenn Raucher neben dem Kind schlafen. Ausgeatmete Luft enthält Nikotin- und Schadstoffreste, welche vom Kind eingeatmet werden könnten.
Verzichte auf Beruhigungsmittel, Drogen oder Alkohol. Alle Substanzen, die das Bewusstsein beeinträchtigen, können verhindern, dass du rechtzeitig erwachst und angemessen reagierst.
Lasse dein Kind erst bei seinen größeren Geschwistern schlafen, wenn es robust genug (über ein Jahr) ist. Kinder sind sich der Anwesenheit eines Babys im Bett meist nicht bewusst und könnten sich drauf legen.
Lasse keine Tiere im Familienbett schlafen. Unsere Katze hat sich früher mit Vorliebe auf mein Gesicht gelegt – das kann bei Säuglingen lebensgefährlich werden.
Die Temperatur im Schlafzimmer sollte zwischen 16-18 °C betragen. Achte darauf, dass dein Kind nicht zu heiß angezogen bzw. zugedeckt wird. Im Familienbett ist es wärmer, als allein im Kinderbett. An heißen Sommertagen beispielsweise reicht ein Body und ein Baumwolltuch als Decke völlig aus.
Sichere das Schlaflager so ab, dass dein Baby weder heraus fallen, sich einklemmen noch irgendwo hinein rutschen kann. Am Anfang kannst du ein Doppelbett beispielsweise an die Wand stellen – dein Kind schläft dann zur Wandseite hin. Lasse dein Kind grundsätzlich lieber zwischen dir und der Wand als zwischen dir und deinem Partner liegen. Väter schlafen meist wie Steine.

Ein Sicherheitspolster sichert die ungeschützte Seite des Babys.
Bildquelle: http://www.inhabitots.com/
Sobald sich dein Knirps drehen kann (besser vorher, denn das können sie meist von jetzt auf gleich), musst du ein Gitter anbringen. Was genau für welches Bett möglich ist, kannst du am besten im Baumarkt erfragen.
Ganz wichtig ist die Größe der Liegefläche – sie muss so groß sein, dass alle Beteiligten genügend Bewegungsfreiraum haben. Ist die Matratze zu klein, leidet hauptsächlich die Mutter. Ich spreche aus Erfahrung. Unser Mädchen und Thomas haben auch in den kleinsten Betten hervorragend geschlafen, während ich zwischen den beiden eingeklemmt, kein Auge zu gemacht und das Kind vor dem Herausfallen bewahrt habe.
Die Schlafunterlage sollte eine feste Matratze sein. Ein Wasserbett beispielsweise ist nicht geeignet, weil dein Kind einsinken könnte. Dieses Problem hatten wir bei unserem ursprünglichem Doppelbett. Ich verursachte ein „Tal“ in der Matratze (der Lattenrost konnte nicht härter eingestellt werden), so dass unser Mädchen automatisch immer zu mir kullerte. Ziemlich blöd. Wir legten die Matratze auf den Boden und schwups war alles gut. Apropos…
Unser Familienbett
Am Anfang war eine Matratze
Wenige Tage nach der Geburt haben wir das Kinderbett verbannt und das Ehebett zerlegt. Übrig geblieben ist eine Matratze auf dem Fußboden. Da wir in einer Dachgeschosswohnung mit Dielenfussboden leben, besteht keine Gefahr, dass sich unter der Matratze Schimmel bildet.
Unsere ursprüngliche Matratze war 1,40m breit und schnell zu schmal für uns drei. Thomas zog vorerst aus, auch weil er im Wohnzimmer ruhiger schlafen konnte.
Unser Mädchen leg(t)e ich immer in die Mitte der Matratze. Will sie stillen, erledigen wir das im Liegen. Sie bleibt liegen, ich wechsele die Seiten.
Von Beginn an, habe ich ein längliches, recht festes Kissen (so eine Art Sicherheitspolster) hinter unser Mädchen gelegt, um ein Wegrollen zu verhindern. Es ist so schwer, dass sie es (immer noch) nicht alleine hochheben kann. Also keine Gefahr, dass sie sich darunter vergräbt.
Als sie anfing sich zu drehen erhöhte ich den „Schutzwall“ – das Sicherheitspolster. Als sie begann zu krabbeln, polsterte ich den Platz vor der Matratze sicherheitshalber mit Decken aus. Einmal ist sie von der Matratze gekullert – ein schrecklicher Schreck, doch aus der Höhe war nichts passiert.
Fortschritt Matratzenlager
Nach ein paar Wochen schlief unser Mädchen wesentlich ruhiger und Thomas sollte wieder einziehen. Wir starteten eine Umräumaktion und legten zwei 1,40 Meter Matratzen in unser Schlafzimmer. Eine fast 3 Meter breite Schlafoase – einfach genial!
Wir schlafen seitdem alle gemeinsam, aber kommen uns nicht ins Gehege. Thomas hat in der Nacht gerne seine Ruhe und wir Mädels rücken lieber ganz eng zusammen. So hat jede(r), was er/ sie braucht.
Nächtliche Routine
Ich bringe unser Mädchen immer ins Bett, da ich sie noch stille. Gerne stille und kein Problem damit habe.
Wenn sie eingeschlafen ist – je nach Tagesform und Laune dauert das zwischen 30 – 60 Minuten – gehe ich in die Küche und schreibe wie eine bekloppte an meinen Artikeln. Dabei ist es so leise in unserer Wohnung, dass ich sofort jedes Wimmern mitbekomme und prompt reagieren kann. Wird sie wach, stille ich sie und mache mich anschließend wieder aus dem Staub. Das klappt nur dann nicht, wenn sie krank ist oder zahnt. Dann lässt sie mich meist gar nicht mehr gehen. Ich seufze (manchmal fluche ich auch), weil ich nicht weiter schreiben kann, aber höre dann entweder ein Hörbuch, spiele lustige Spiele auf dem iPod (sehr zu empfehlen Siedler von Catan) oder schlafe mit ein.
Wenn wir Filme schauen oder Freunde zu Besuch sind, stelle ich das Babyphone an. Das reagiert auf den leisesten Muckser, so kann ich wie oben beschrieben verfahren.
Transportables Familienbett
Das gute am gemeinsamen Schlafen ist, dass es auch auf Reisen prima funktioniert. Unser Mädchen ist an den wildesten Orten in Ruhe weggeschnarcht, weil die nächtliche Routine, immer die gleiche ist und sie weiß, dass ich da bin, wenn es brennt.
Was sagt der Papa?
Thomas steht glücklicherweise 100%ig hinter unserem „Schlafkonzept“. Für ihn ist es wichtig, dass es uns allen (emotional) gut geht. Von unseren nächtlichen Stillaktionen bekommt er selten etwas mit und gestört wird er nur in extremen Nächten. An den meisten Tagen jedoch fragt er mich beim Frühstück, wie die Nacht war. So tief schläft Mann!
Schlussgedanke
William Sears bringt es wieder einmal auf den Punkt:
Das Kind im Familienbett willkommen zu heißen (nicht nur zu „dulden“) vermittelt dem Kind die Botschaft „Du bist eine wichtige Person für uns. Wir sorgen für dich in der Nacht genauso wie am Tag.“
In der Nacht reagieren Kinder manchmal sensibler, als am Tag. Sie verarbeiten aufregenden Ereignisse, spüren körperliche Schmerzen (Zähne, Wachstum) vermehrt, wenn sie zur Ruhe kommen und stehen verschiedenste Ängste durch (z.B. Trennung, Dunkelheit, Monster). Sie brauchen unseren Schutz und unsere Zuwendung also auch (wenn nicht noch mehr) in dieser „dunklen “ Tageszeit.
Verfrühtes Drängen zur Unabhängigkeit kann großen Schaden anrichten und teilweise sogar Gegenteiliges bewirken. Dessen sollten sich Eltern bewusst sein, wenn sie nach einer geeigneten Schlaflösung suchen.
Außerdem glaube ich, dass es uns Erwachsenen leichter fällt 2-3 Jahre schlechter (als bisher gewohnt) zu schlafen, als einem Kind. Wir sind gefestigt in unserem Wesen und in der Lage einiges wegzustecken. Kinder dagegen reifen noch. Ihre Seele ist fragil und kann schnell einen Knacks abbekommen. Die ersten Lebensjahre sind dabei ganz besonders wichtig, denn sie bilden das Fundament für das gesamte Leben. Warum also hier schon auf Sparflamme schalten mit unseren Gefühlen?
Thomas jedenfalls würde ich nie aus dem Ehebett werfen – selbst wenn er mir jede Nacht die Decke stähle – denn nichts fühlt sich besser an als neben einem geliebten Menschen einzuschlafen bzw. aufzuwachen. Für unser Mädchen gilt das Gleiche – sie darf bei uns bleiben, solange sie möchte. Dass ihr das gut gefällt, zeigt sie mir jeden Morgen mit ihrem breitesten Lächeln.
Links zum Thema
Eltern.de: Familienbett – eine super Lösung
Ein sehr schöner, persönlicher Artikel von der Eltern-Autorin Nora Imlau.
Rabeneltern.org: Wissenswertes über den plötzlichen Kindstod
Dieser Artikel geht auch auf das Familienbett bzw. dessen Vor- und Nachteile ein.
Stilllexikon: Familienbett oder nicht?
- Renz-Polster, Herbert: Kinder verstehen (2012), S. 100.↵
- Renz-Polster, Herbert: Kinder verstehen (2012), S. 104.↵
- Sunderland, Margot: Die neue Elternschule (2006), S. 43.↵
- Sunderland, Margot: Die neue Elternschule (2006), S. 79.↵
- Sunderland, Margot: Die neue Elternschule (2006), S. 70.↵
- Sears, William: Schlafen und Wachen (2005), S. 30.↵
- Sears, William: Schlafen und Wachen (2005), S. 30.↵
- Sunderland, Margot: Die neue Elternschule (2006), S. 72.↵
- Lüpold, Sibylle: Ich will bei Euch schlafen(2007), S. 35.↵
- Sears, William: Schlafen und Wachen (2005), S. 27.↵
- Renz-Polster, Herbert: Kinder verstehen (2012), S. 130.↵
- Renz-Polster, Herbert: Kinder verstehen (2012), S. 128.↵
- Renz-Polster, Herbert: Kinder verstehen (2012), S. 106.↵
- Renz-Polster, Herbert: Kinder verstehen (2012), S. 106.↵
- Sunderland, Margot: Die neue Elternschule (2006), S. 73.↵





Comments 134
Mich würde die praktische Umsetzung interessieren. Ich suche ein Beistellbett wie auf dem Foto: möglichst 140 cm Länge aber höhenverstellbar und nur an einer Seite offen. Es sollte beliebig höhenverstellbar sein, so dass keine „Stufe“ zwischen dem Elternbett und dem Kinderbett entsteht. Hat hier jemand einen Tipp?
Ein Massives Holzkinderbett kaufen, kann man mit einfachen Holzschrauben festmachen, falls die höhe nicht passt ( war bei mir auch so, hab ein Rückenfreundliches hohes Bett) endweder einfach den Boden höher festschrauben, oder vom Tischhler passende Erhöhungen für die Beine machen lassen.
Danke für den tollen Artikel. Bei unserer ersten Tochter haben wir uns nie getraut sie mit in unser Bett zu nehmen. Die Empfehlungen lauten eben anders und Eltern werden auch gerne mal verunsichert. Mittlerweile schläft die Große (2) gut in ihrem Zimmer und möchte das auch. Trotzdem kommt sie etwa jede 2. Nacht zu uns. Und das ist mehr als nur gut so. Wir lieben es! Die Kleine (7 Monate) Schläft im eigenen Bettchen in unserem Zimmer und, sobald wir abends ins Bett gehen, in ihrem Beistellbett, damit die Große noch zwischen uns passt. Da unsere Wohnverhältnisse keine große Bettlandschaft möglich machen haben wir für uns die optimale Lösung gefunden.
Sehr schöner Artikel! Ich bin Papa von 2 Kindern und ich liebe unser Familiebett auch sehr.
Die Nächte sind für alle Beteiligten viel entspannter geworden. Wir
haben es aus 2 Betten von Otto zusammengebaut, weil ich handwerklich
nicht so begabt bin 😀
http://familienbetten.net/bauanleitung-familienbett-otto/
So sieht es aus 🙂 Also unsere Nächte sind seit der Einführung
des
Familienbettes traumhaft geworden.Unser Baby haben wir ebenfalls von
Anfang an mit ins Bett genommen, trotz größeres Geschwisterkind. Die
beiden haben eine enorm starke Bindung und wir hoffen, dass uns das
gemeinsame Schlafen im Familienbett noch lange erhaltren bleibt.
Danke für deinen Artikel, erst gestern habe ich wieder gehört, na so langsam muss ER aber in sein ZIMMER er ist doch gerade 5 geworden. Und da es mich auf gut deutsch NERFT bin ich heute mal googlen gegangen und hir gelandet 🙂
also ich habe mit 43 meine sohn bekommen, bin allein erziehend, er hatte die ersten 6 Monate ein Anstellbett, er hat gleich nach dem Krankenhaus durchgeschlafen, von 22-6 Uhr, luxuskind nein, dafür hatte er Tagsüber alle 2 Stunden hunger, Er ist aber jede nacht mehrmals wach gewesen, einmal schauen/horchen, Mama da, alles gut, weitergeschlafen.
Dann hat er ein Ikea bett bekommen 60 x 120, wurde auch an mein Bett gebaut , gleiche höhe wie meins – alles kein problem. Später stand sein Bett alleine, aber mit im Schlafzimmer alles Wunderbar, Dann die ersten Komentare warum hat der ein eigenes Zimmer wenn er doch bei dir Schläft (da war er 2,5) Er wollte halt nicht, haben es ausprobiert, aber erst musste ich ne halbe Stunde warten bis er einschlief, dann beim ersten mal wachwerden war er bei mir im Bett, und das wollte ich nicht, er ist sehr unruhig und ich hatte Nachts mein Kind quer im Bett oder Seine Füsse im Gesicht oder oder….
Naja wir sind Umgezogen und ich dachte, Ok jetzt mit 3,5 könnte er wirklich im eigenen Zimmer schlafen, da eh ein größeres Bett hermusste, und er wieder das Große Schlafzimmer hatte und ich den Kinderzimmerschlauch als mein Schlafzimmer nutzen wollte. Leider ist das Zimmer auch zu klein für ein weiteres Bett, Resultat, Jeden Abend Geschrei, 1 Stunde warten bis das Kind einschläft und 2- 3 Stunden später liegt er doch wieder neben mir. Und dann diese Kommentare, das geht nicht, er MUSS alleine schlafen, das ist UNNormal. ALLE kamen damit um die Ecke, aber keiner selbst hat jemals alleine Geschlafen, Meine Mutter hatte 7 Geschwister die sich 4 Betten geteilt haben, Ich selber habe mit meinen 3 Geschwistern und Eltern in einem Raum geschlafen, jeder im eigegen Bett – aber alle zusammen, Später hatten wir Platz und 3 Schlafzimmer, Aber wir haben immer zu zweit im Zimmer geschlafen. Die Größte DAS GEHT nicht Sagerin meine schwester hat 2 Kinder die natürlich bis sie 9 und 10 Jahre alt waren in EINEM Zimmer geschlafen haben. Das Nerft echt.
Ich habe die Ideale Lösung für mich und meinen Sohn gefunden, ein JUNJORBETT, 160 x 80, in meinem Schlafzimmer, Das Passt so gerade noch mit rein 🙂
Und ob sie es glauben oder nicht, Er geht vom ersten Tag an, in sein neues halbgroßes Bett, alleine, ohne Geschrei, ich muss nicht mit, er kommt Nachts nicht in mein Bett und schläft ruhig und zufrieden. Und das Beste ich hab mein Bett wieder für mich alleine und trotzdem ist er glücklich und hat keine Angst alleine. Und in das Bett passt er gut bis er 150 groß ist, also vermutlich lange vorher den Wunsch hat alleine in seinem Zimmer zu Schlafen. Und bis dahin darf sein Bett in meinem Schlafzimmer bleiben, auch wenn ich bis dahin keinen Schreibtisch mehr habe und am Küchentisch „arbeite“ 😉 Aber Abends ist es Stressfrei für mich und Angstfrei für meinen Sohn. Schön das ich nicht die einzige bin die ein „Unnormales Kind“ hat und sich von der Umwelt Nerfen lassen muss.
Author
Was für eine geschickte Lösung! Danke für’s Teilen!
LG
Kathrin
Ich verstehe durchaus die Argumentation des Artikels, nur sieht es meiner persönlichen Erfahrung nach in der Realität anders aus. Dass die Kinder nachts (und zwar seit mindestens einem Jahr JEDE Nacht) rüber kommen nervt einfach. Meine Jungs sind 4 und 2 Jahre alt und ich habe sie unheimlich lieb aber irgendwo muss auch mal Zeit für mich und meine Frau sein. Ich kann mich weder erholen noch entspannen. Ich arbeite als Selbständiger und dazu noch Alleinverdiener nicht zu knapp und habe gefühlt gar keine Zeit mehr mit meiner Frau.
Klar kann man bestimmt von der Idee her zB. den Sex auf die Couch verlagern aber ehrlich gesagt kann ich mich dort überhaupt nicht entspannen. Unser Schlafzimmer ist der Ort an dem ich mich wohl fühle, der Rückzugsort an dem ich (zumindest nachts und an den wenigen Abenden an denen ich daheim bin) die Zeit und die Zweisamkeit mit meiner Frau genießen möchte.
Diese Erholung fehlt einfach wenn andauernd der Große rüber kommt und ausschließlich zu Mama will. Regelmäßig führt das zu Streit. Ab halb 6 morgens (auch an Tagen an denen ich ausschlafen könnte) ist Ramba zamba. An Abenden an den Punkt zu kommen überhaupt entspannt genug zu sein um erstmal an Sex zu denken ist unmöglich geworden weil man andauernd damit rechnen muss, dass gleich die Tür auf geht.
Regelmäßig streiten wir zu diesem Thema. Meine Frau ist der gleichen Ansicht wie dieser Artikel, nur ich weiß einfach nicht wie ich ein Leben, eine Beziehung so genießen und meine wohl verdienten Erholungspausen sowie die Zweisamkeit mit meiner Frau überhaupt genießen können soll.
Es kann doch nicht 24/7 nur um die Kinder gehen. Als ich klein war hat es das nicht gegeben. Ich habe aber auch in meinem Bett geschlafen und bin nicht jede Nacht gewandert. Woran liegt das?
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
Stefan
Author
Lieber Stefan,
verzeih die späte Antwort. Ich kann Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen.
Wir hatten bereits vor den Kinder, in meiner Studentenbude im Wohnzimmer eine Kuschelecke. Eine Matratze mit vielen Kissen, auf der wir uns sehr viel lieber näher kamen, als im Schlafzimmerbett. Da schliefen wir nämlich nur. Diese Kuschelecke zogen wir mit jedem Umzug mit um, weil wir uns darauf so wohl fühlten. Mittlerweile ist sie nicht mehr im Wohnzimmer – wir haben noch ein „unbewohntes“ Zimmer unter dem Dach, welches wir auch zum Spielen, Lesen, Fernsehen nutzen. Dorthin ziehen wir uns dann zurück, wenn unsere Nestlinge unser Bett besetzen. Die Wohnzimmercouch käme für uns auch nicht in Frage. Das ist in der Tat zu ungemütlich und auf Dauer keine vernünftige Lösung…
Wie Du siehst, ist unsere Situation eine völlig andere, so dass ich Dir kaum einen vernünftigen Rat geben kann. Ich kenne aber Geschwisterkinder, die durchaus gemeinsam und gut in einem eigenen Zimmer schlafen. Habt ihr vielleicht Platz für ein Geschwisterbett im Kinderzimmer?
Als wir klein waren, war in der Tat vieles anders. Da ich eine gestörte Beziehung zu meinen Eltern habe, möchte ich auch gerne meinen eigenen Weg gehen.
Wie gesagt, kommt bei uns die Zweisamkeit nicht zu kurz, weil wir eine sehr individuelle Lösung gefunden haben. Bei euch klingt es allerdings danach, als wenn Deiner Frau die Zweisamkeit nicht ganz so wichtig ist wie Dir?! Vielleicht ist das eher das Problem und nicht die Kinder, die im Familienbett schlafen?
LG
Kathrin
Lieber Stefan,
verzeih die späte Antwort. Ich kann Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen.
Wir hatten bereits vor den Kinder, in meiner Studentenbude im Wohnzimmer eine Kuschelecke. Eine Matratze mit vielen Kissen, auf der wir uns sehr viel lieber näher kamen, als im Schlafzimmerbett. Da schliefen wir nämlich nur. Diese Kuschelecke zogen wir mit jedem Umzug mit um, weil wir uns darauf so wohl fühlten. Mittlerweile ist sie nicht mehr im Wohnzimmer – wir haben noch ein „unbewohntes“ Zimmer unter dem Dach, welches wir auch zum Spielen, Lesen, Fernsehen nutzen. Dorthin ziehen wir uns dann zurück, wenn unsere Nestlinge unser Bett besetzen. Die Wohnzimmercouch käme für uns auch nicht in Frage. Das ist in der Tat zu ungemütlich und auf Dauer keine vernünftige Lösung…
Wie Du siehst, ist unsere Situation eine völlig andere, so dass ich Dir kaum einen vernünftigen Rat geben kann. Ich kenne aber Geschwisterkinder, die durchaus gemeinsam und gut in einem eigenen Zimmer schlafen. Habt ihr vielleicht Platz für ein Geschwisterbett im Kinderzimmer?
Als wir klein waren, war in der Tat vieles anders. Da ich eine gestörte Beziehung zu meinen Eltern habe, möchte ich auch gerne meinen eigenen Weg gehen.
Wie gesagt, kommt bei uns die Zweisamkeit nicht zu kurz, weil wir eine sehr individuelle Lösung gefunden haben. Bei euch klingt es allerdings danach, als wenn Deiner Frau die Zweisamkeit nicht ganz so wichtig ist wie Dir?! Vielleicht ist das eher das Problem und nicht die Kinder, die im Familienbett schlafen?
LG
Kathrin
Mein Mann und ich kennen uns nun schon sein über 15 Jahren. Seit bald 6 Jahren sind wir auch Eltern. Sewit 3 Jahren Eltern von 2 Kindern, die beide von Anfang an im Familienbett bei uns geschlafen haben. Für meinen Mann ist es wunderbar. Er hat damit überhaupt keine Probleme und genießt die Zeit, die er Nachts mit seinen Kindern kuschneln kann. Manchmal hat er am Tag kaum Zeit für sie. Was unsere Zweisamkeit angeht, sind wir uns in all den Jahren, wo wir uns kennen, noch nie im Bett näher gekommen. Dafür an allen anderen Orten. Das Bett war uns einfach immer zu langweilig 😉
Hallo!
Ich habe deinen Artikel mit großem Interesse gelesen. Unsere Hummel ist jetzt 10 Wochen alt und schläft aktuell bei uns im Familienbett. Mich stört es eigentlich nicht, aber ich denke, ich würde besser schlafen, wenn sie in ihrem Beistellbett nächtigen würde (ich bin eigentlich ziemlich aktiv nachts, bewege mich aktuell aber kaum, weil die Kleine neben mir liegt).
Ich habe allerdings ein Problem: unser Bett hat einen ca. 15 cm breiten Rand und das Beistellbett lässt sich zudem nicht exakt auf die Höhe unserer Matratze einstellen. Daher haben wir einen großen Spalt dazwischen (ausgepolstert mit einer dicken Decke) und nun das Problem, dass ich sie nach dem Stillen nicht einfach „rüberschieben“ kann, wie du schreibst. Ich muss sie anheben und dabei wacht sie immer auf. Leider ist sie dann hellwach und kommt ohne stillen nicht wieder in den Schlaf. Ich habe auch schon versucht mich mit ins Beistellbett zu zwängen, aber dazu bin ich einfach zu groß 😉
Hast du eine Idee, wie ich sie ins Bettchen kriege ohne, dass sie wach wird? Ich würde mich über eine Antwort freuen!
Puh, das ist schwierig! Dazu fällt mir nur ein Bett ein, dass ausreichend groß für euch alle ist… Ich habe ja wie gesagt unser Bett abgebaut und die Matratzen auf den Boden gelegt. Mittlwerweile haben wir Lattenroste unter unseren Matratzen, aber wir schlafen immer noch ebenerdig. So kann keiner rausfallen, wir alle haben genug Platz und schlafen auch mit zwei Kindern im Bett, sehr bequem.
LG
Kathrin
Hallo, was für ein schöner Artikel, und wie schön, dass er auf so viel positive Resonanz (und vernünftig formulierte andere Meinungen) stößt – letzteres ist im Netz oft nicht der Fall. Vielleicht hast Du, oder ein anderer Leser, ja für uns auch einen Tip.. Unsere Tochter ist knapp über 1 Jahr, schlief bis jetzt immer im Beistellbett oder mit bei uns, und wurde bis jetzt nachts noch viel gestillt (ca. alle 3 Stunden). Dafür bin ich, weil ich einfach nie eine gemütliche Position im Liegen gefunden habe, immer aufgestanden und habe mich auf die Bettkante gesetzt. Da Madame eine Expresstrinkerin ist hat mich das wenig gestört. Nach dem Stillen konnte ich sie jedes mal ohne Probleme in ihr Bettchen legen und sie schlief weiter. Nun waren wir alle krank und ich war einfach zu ko, um zum Stillen aufzustehen. Dh ich habe meine Tochter zu uns ins Bett geholt, und sie dann doch im Liegen gestillt. Leider hat sie sich jetzt angewöhnt, nur noch mit der Brust im Mund schlafen zu wollen, dh auch wenn sie nach dem Trinken (was ehrlich gesagt eh nur mehr Nuckeln ist) wegnickert wacht sie sofort auf und brüllt in höchsten Tönen, wenn ich ihr die Brustwarze entziehe. Ihr Nuckeln im Schlaf tut aber weh, deswegen ist alles andere keine Alternative.. Ich würde der Kleinen so gern die Nähe und Sicherheit geben, die sie zu brauchen scheint, und mit ihr im Arm schlafen, aber das reicht anscheinend gerade nicht.. Hat jemand eine Idee, wie ich aus der Misere wieder rauskomme? Momentan lösen wir das hysterische Gebrüll, indem wir mit ihr aufstehen, sie beruhigt sich dann irgendwann auf dem Arm, schläft ein, und mein Mann oder ich legen uns dann mit ihr aufs Schlafsofa. Da schläft sie dann seelenruhig weiter und oft viel länger am Stück als bei sich oder uns im Bett! Legen wir sie stattdessen schlafend in ihr oder unser Bett wacht sie sofort oder kurze Zeit später wieder auf uns weint. Ich bin wirklich ratlos, weil ich mir ihr Verhalten so gar nicht erklären kann.. Unser Bett ist eigentlich ein positiver Ort, wir lesen da vor, kuscheln und spielen… Ich freue mich über Ideen oder Anregungen, wie wir unsere Nächte wieder ruhiger gestalten können – abgesehen davon, dass mir der Schlaf fehlt tut es mir auch leid, wie hysterisch die Kleine schreit wenn sie nachts wach wird..
Viele Grüße,
Johanna
Wir haben ein Familienbett. Was ich eigentlich auch OK finde. Nur mein Problem ist, um alter die beiden werden, um so mehr Platz brauchen sie im Bett. Meine Frau stöhrt es nicht. Sie liegt zwischen den kids und sie kann in jeder Position schlafen. Ich habe so wenig Platz das ich nur auf der Seite liegen kann. Am Anfang war es OK inzwischen habe ich solche schmerzen und schlafe nachts 4-5 std. Mehr ist nicht mehr drin. Es belastet uns sehr. Leider können wir kein größeres Bett in das Schlafzimmer stellen.
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dein Artikel hat mich nun final bestärkt, das bisher 60/40 Familienbett nun zu 100% durchzustarten 🙂 nach dem Stillen habe ich unseren Kleinen in sein Zimmer „verfrachtet“ allerdings begann damit, dass nächtliche hin und her Gelaufe und das irgendwann Rübergehole zu Mama ins Bett 😉
Mein Partner und ich schlafen schon seit Jahren getrennt, so ist in meinem 1,80m Bett viel Platz für Mama und Kind.
Leider habe ich mir immer selbst Druck gemacht, durch die Gesellschaft und meine eigenen Ängste, es ist evtl. nicht so gut, dass mein Kind so lange bei mir schläft, wie wir denken es sei in Ordnung.
Jetzt fühle ich mich aber final bestärkt meinem Wunsch nachzukommen und meinem Kind so lange mein Bett anbieten, bis er es nicht mehr möchte.
Eine Frage, ich lege ihn am Abend in sein Bettchen und hole ihn im Laufe der Nacht zu mir, sollte ich das beibehalten?
Abgesehen davon wenn er krank ist oder zahnt, dann schläft er gleich bei mir
Vielen herzlichen Dank für deine Worte
Ich habe bis ich 10 oder 11 war im Bett meiner Eltern geschlafen. Der einzige Grund warum ich dann in mein eigenes Zimmer gezogen bin war, dass ich begonnen habe am Abend heimlich unter der Bettdecke die Hausaufgabe zu machen, die ich tagsüber vor mir hergeschoben hatte. Und ich würde schon behaupten, dass ich ein selbständiger Mensch geworden bin, der produktiv ist und seinen Teil zur Gesellschaft beiträgt.
Ob ich das bei eigenen Kindern aushalten würde, bin ich mir nicht sicher. Mein Papa hat jahrelang nur die Hälfte einer 90x200cm Matratze nutzen können und ziemlich unbequem geschlafen. Irgendwie war es für ihn aber anscheinend trotzdem ok.