Wenn unser Mädchen kränkelt, schlecht schläft, total hibbelig, gereizt – nahezu unausstehlich – ist, stehe ich jedes Mal erneut vor der Frage „Zahnt sie, oder zahnt sie nicht?“ Bereitet das Zahnen einem Kind keinerlei Probleme, ist diese Frage zugegebenermaßen unwichtig. Hat man es mit einem leidenden Sprössling zu tun, ist die richtige Antwort Gold wert. Denn nur wenn ich sicher weiß, ob mein Kind Schmerzen hat und in welchem Ausmaß, kann ich gezielt beruhigende oder schmerzlindernde Mittel verabreichen.
Inhalt
Au Backe, unser Mädchen zahnt!
Einigen Kindern scheint das Zahnen überhaupt nichts auszumachen, unsere Tochter dagegen leidet ernsthaft darunter. Ihr erster Zahn meldete sich mit Pauken und Trompeten – sein Durchbruch wurde von einer langwierigen Erkältung mit Husten, Schnupfen und hohem Fieber begleitet. Anfangs weinte sie viel und ließ sich kaum beruhigen. Je mehr Zähne sie bekam, desto besser wurde sie mit ihnen fertig. Mittlerweile wälzt sie sich nur noch unruhig im Bett hin und her – dafür stundenlang in vielen Nächten.
Zahnen in Schüben
Oft dauert es Wochen, sogar Monate bis sich endlich ein Zahn zeigt. Bei den Backenzähnen unseres Mädchens konnten wir deutlich sehen, dass vom Durchbruch der ersten bis zur vierten Spitze fast drei Monate vergingen. Ihr ging es in dieser Zeit mal besser mal schlechter. An einigen Tagen schien alles normal, dafür hatte sie an anderen richtige „Durchhänger“ mit ganz übler Laune und extrem unruhigen Nächten.
Schmerz oder kein Schmerz?
In solchen Phasen habe ich keine Ahnung, ob es tatsächlich der Zahn ist, der für Schlaflosigkeit sorgt oder ob es andere Gründe gibt (aufregender Tagesablauf, Wachstumsschub, nervöse Eltern…). Da unser Mädchen nur noch äußerst selten weint, kann ich außerdem nicht gut einschätzen, ob sie überhaupt Schmerzen hat. Verspürt sie vielleicht doch nur ein Druckgefühl, das für innere Unruhe sorgt? Oder hat sie (große) Schmerzen und leidet einfach nur still?
Was auch immer in ihr vorgeht, ich würde gerne ihre Anspannung lösen und ihr zu mehr Schlaf verhelfen. Wenn nötig auch mit Medikamenten. Doch was und in welcher Dosis soll ich ihr geben, wenn ich die „Krankheit“ nicht genau kenne?
Chemiekeulen
Die „harte Dröhnung“ (Nurofen Tropfen, Ibuprofenzäpfchen oder ähnliches) habe ich bislang noch nicht verabreicht, da ich zu großen Respekt vor chemischen „Drogen“ und ihren Nebenwirkungen habe. Nur im absoluten Notfall, d.h., wenn unser Mädchen vor Schmerzen weint und sich überhaupt nicht mehr beruhigen lässt, ziehe ich solche Medikamente (unter ärztlicher Beratung) in Erwägung.
Von Zahnungsgels wie Dentinox lasse ich ebenfalls die Finger. Sie enthalten Alkohol und Lidocainhydrochlorid. Letzteres hat „eine leicht betäubende Wirkung und wird sogar als Lokalanästhetikum eingestuft ist, was auf den ersten Blick für einen Säugling wohl eher bedenklich wirken mag“ (siehe auch Dentinox N Gel Zahnungshilfe). Da meist mehrere Zähne auf einmal durchbrechen, finde ich es obendrein schwierig den Übeltäter zu lokalisieren.
Zahnen & Homöopathie
Aufgrund einer sehr einschneidenden Erfahrung, halte ich mich auch bei der Einnahme von homöopathischen Mitteln zurück, obwohl sie voll im Trend liegen. „Therapeuten, Patienten und Apotheker teilen [offenbar] die Illusion, dass homöopathische Mittel helfen können, oder auch nicht, aber man sagt ihnen nach, dass sie keineswegs schaden“ (siehe auch „Können homöopathische Mittel wirklich nie schaden?“). Deshalb sind sie in Apotheken und Drogerien ohne Rezept erhältlich und können unkontrolliert in rauen Mengen und wilden Mischungen konsumiert werden. Doch so unbedenklich ist das nicht.
„ Homöopathie bedeutet „ähnliches Leiden“ (homoion = ähnlich, Pathos = Leiden), was meint, dass in der Homöopathie eine Krankheit mit einem Arzneimittel behandelt wird, das am Gesunden Menschen „ähnliche Leiden“ hervorruft“ (siehe auch „Krankheit aus homöopathischer Sicht?“) Letzteres habe ich erlebt:
Im vergangen Jahr sollte ich – nach Absprache mit einer Homöopathin – Calcium C30 gegen den lang anhaltenden und hartnäckigen Schnupfen unserer Tochter einnehmen. Da ich sie ja stillte, bekam sie so über die Muttermilch eine sehr sanfte Medikation. Das Mittel wirkte bei ihr kaum, bei mir dafür umso mehr. Ich hatte plötzlich viele Symptome, bei denen ein kranker Mensch mit Calcium C30 behandelt wird – ich durchlief eine sog. Arzneimittelprüfung vom allerfeinsten. Geplagt mit dem übelsten Husten und meiner allerersten (und absolut fiesen) Heuschnupfenattacke stellte ich fest, dass diese sehr harmlos aussehenden Zuckerkügelchen (auch Globuli genannt) richtig krank machen können. Der Spuk liess übrigens sofort nach, als ich das Calcium absetzte.
Dieses Erlebnis hat mich nachhaltig geprägt und sehr misstrauisch gemacht, was die willkürliche Verabreichung von homöopathischen Mitteln bei Kindern anbelangt. Wenn ich so heftig auf ein für mich unpassendes Mittel reagiere, kann das unserem Mädchen genauso gut passieren. Ich als Laie habe keinen blassen Schimmer welches Mittel in welcher Dosierung das richtige ist (siehe auch: „So erleichtern sie ihrem Kind das Zahnen„). Da kann es doch nicht richtig sein, blind aus einem breiten Sortiment zu wählen und meiner Tochter „nach Gefühl“ regelmäßig ein paar Kügelchen zu geben.
Fakt ist: Homöopathische Mittel bewirken etwas im Körper – auch wenn wir das nicht direkt spüren. „Zu häufig eingenommene homöopathische Arzneien können Symptome verursachen und damit Schaden anrichten“ (siehe auch „Können homöopathische Arzneien schaden?„). Sie sind also genau wie die „Chemiekeulen“ mit Vorsicht zu genießen.
Zahnen & natürliche Schmerzlinderung
Geht es unserem Mädchen schlecht, will ich ihr natürlich helfen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich probiere immer zuerst unschädliche Methoden, bevor ich ihren kleinen Körper mit Medikamenten belaste:
Stillen und direkter Hautkontakt ist nicht nur unser Heilmittel Nr. 1 – die schmerzlindernde Wirkung konnte während der medizinischen Behandlung von Kleinkindern nachgewiesen werden (siehe auch „Schmerzen beim Zahnen natürlich lindern“). Nähe hilft und ist wichtig. Wie wichtig, merkt jeder selbst, wenn er krank ist.
Heilmittel Nr. 2 lautet bei uns tragen. Bei den ersten Zähnen reichte unserem Mädchen das Dauerstillen nicht aus. Sie hatte hohes Fieber und wollte nur im Tragetuch schlafen, also habe ich sie nächtelang durch die Wohnung getragen. Mittlerweile bleibt sie meist lieber im Bett. Nur wenn es ganz schlimm ist, will sie noch auf den Arm.
Tipps für mehr natürliche Mittel wie Kauhilfen, Eis, Nelken oder die Bachblüten-Therapie findest du hier.
Ausnahmezustand Eckzähne?
An dieser Stelle noch ein kleiner Erfahrungsbericht.
Unser Mädchen war letzte Woche unfassbar hibbelig und schlecht gelaunt. Beim Einschlafen konnte ich sie kaum bändigen. Entweder lag es an den Eckzähnen (das Zahnfleisch an diesen Stellen ist geschwollen) oder an meiner eigenen, extremen Unruhe, die sich auf sie übertragen hat.
Der neue Besucherrekord hat mich positiv aufgewühlt, vom Schlafen abgehalten und mich dahingehend unter Druck gesetzt, dass ich ganz schnell, ganz viele tolle Artikel schreiben wollte (siehe auch „Danke!„). Ich geriet unter Stress, unser Mädchen vielleicht auch und wer weiß, vielleicht schaukelten wir uns so gegenseitig hoch.
Mittwochnacht dann der erste Albtraum: nach einer sehr schlaflosen Woche war unser Mädchen fast drei Stunden wach. Ich eilte am nächsten Tag in die Apotheke, besorgte Viburcol (homöopathische Zahnungszäpfchen) und gab ihr zum Mittagsschlaf ein Zäpfchen. Sie schlief zwei Stunden lang wie Dornröschen – es hatte scheinbar geholfen. Als sie Donnerstagnacht wieder eine Stunde wach war, habe ich ihr erneut ein Zäpfchen gegeben. Die erhoffte Wirkung blieb jedoch aus und unser Mädchen war zwei weitere Stunden wach.
Gegen Ende der Woche besann ich mich wieder auf das Wesentliche – auf unser Mädchen. Der Blog und die Artikel rückten in den Hintergrund, der Druck ließ nach, mein Puls sank, ich kam zur Ruhe und schlief endlich wieder gut ein. Freitagnacht folgte die Überraschung: Unser Mädchen schlief friedlich ein und durch. Durchschlafen heisst bei uns übrigens, dass sie sich kurz zum Stillen meldet, aber danach sofort weiter schläft.
Dann folgte plötzlich der nächste Albtraum: Unser Mädchen war vorgestern fast die ganze Nacht wach! Sie schlummerte immer wieder an meiner Brust ein, zuckte zusammen, wachte wieder auf, usw. usw…. Wollte ich weg, protestierte sie laut. Nach vier durchwachten Stunden gab ich ihr ein Viburcol Zäpfchen. Sie weinte heftig, als ich es ihr verabreichte, aber eine positive Wirkung zeigte es nicht. Sie blieb die ganze Nacht hibbelig – ich dagegen nickte immer wieder ein. Gestern Nacht kamen wir ohne Beruhigungsmittel aus – meine Nähe & die Brust konnten sie zwar nicht zum Schlafen bewegen, aber es schien sie zu beruhigen, wovon auch immer…
Warum ich das erzähle?
Um noch einmal zu betonen, wie schwer es mir fällt die Ursachen für ihre Unruhen herauszufinden, weil sich das Zahnen mit anderen bewegenden (und schlafraubenden) Ereignissen überschneiden kann. Ob sie Schmerzen hat und in welchem Ausmaß, werde ich wohl erst erfahren, wenn sie mit mir darüber sprechen kann. Bis dahin tappe ich im Dunkeln, ob sie ein Mittel benötigt bzw. ob ein Mittel tatsächlich angeschlagen hat oder sie sich auch so wieder beruhigt hätte.
Mein Fazit
Was die Verabreichung von Medikamenten anbelangt bin ich hin und her gerissen. Einerseits will ich unserem Mädchen (und natürlich auch mir) Erleichterung verschaffen, indem ich ihr Leiden lindere bzw. ihr in den Schlaf helfe. Andererseits möchte ich ihr ein Übermaß an Schmerz- oder Beruhigungsmitteln ersparen, da selbst die wenigen, die ich ihr bisher gegeben habe oft nicht die erhoffte, beruhigende Wirkung zeigten.
Wird sie richtig unausstehlich, prüfe ich zunächst meine emotionale Situation und versuche mich runter zu fahren. Das hat sie interessanterweise bereits einige Male beruhigt.
Solange unser Mädchen „nur“ unruhig ist, stille oder trage ich sie. Das ist zwar furchtbar anstrengend für uns beide, aber meist ausreichend.
Homöopathische Mittel verabreiche ich ihr gelegentlich, doch wirklich überzeugt hat mich ihre Wirkung bislang nicht.
Der Durchbruch der Eckzähne scheint auch bei unserem Mädchen am schmerzhaftesten zu sein. Ich bin gespannt und etwas nervös, was da noch auf uns zu kommt. Sollten wir in die Situation geraten, dass sie unerträgliche Schmerzen erleidet bzw. überhaupt nicht mehr schlafen kann, hoffe ich auf einen kompetenten Rat unserer Kinderärztin.
Meine Fragen an dich:
Wie verlief das Zahnen bei deinem Kind/ deinen Kindern? Hast du gute Erfahrung mit Schmerzmitteln gesammelt oder hast Du keine gegeben? Konntest du immer gut einschätzen, ob dein Kind Medikamente benötigt oder hast du manchmal nach Gefühl entschieden?

Comments 34
Hallo Kathrin.
Mein Sohn ist 9, 5 Monate und wir haben schon 8 Zähne. Es fing schon mit 4 Monaten an und geht hier in einer Tour; )Ich hatte das Gefühl, dass er bei den ersten 6 keine großen Probleme gehabt hat. Ein „schlechter“ Schläfer ist er schon lange, vielleicht aber auch weil er permanent am Zahnen ist?
Wer weiß das schon und mitteilen kann er sich ja nicht. Da wir hinsichtlich des schlafens auch sehr mit“guten Ratschlägen“und Unverständnis zu kämpfen haben, ist das Zahnen für mich immer eine Ausrede, um unsre offensichtliche“Unfähigkeit“ihn zum Durchschlafen zu bringen, zu rechtfertigen. Wie blöd eigentlich, aber manche Leute verstehen alles andere nicht. Wir stillen noch mehrmals die Nacht und müssen ihn auch öfter zum wieder einschlafen tragen. Die letzten beiden Zähne und vor allem die Eckzähne, die schon seit 2 Monaten in den Startlöchern stehen, machen große Probleme. Nächtliches schreien wie am Spieß, sowie wachsein über Stunden und tagsüber viel weinen mit Hand im Mund. Bisher hat osanit gut geholfen, ich persönlich glaube aber nicht an die Wirkung sondern an die Ablenkung meines Sohnes durch die Kügelchen in seinem Mund. Ein in Eiswasser gekühlter Nuckel ist auch effektiv. In dieser Woche musste ich allerdings auf Nurofen zurückgreifen, weil er sich nachts überhaupt nicht beruhigen lassen hat. Ich bin der Meinung, dass er starke Schmerzen nicht aushalten muss. So richtig zufrieden war ich mit der Wirkung allerdings nicht. Waren es jetzt doch keine Schmerzen? Ich bin gespannt, wann an der geschwollenen Stelle endlich die Spitze zu sehen ist.
Ich lese übrigens seit 3 Tagen in jeder freien Minute 😉 und bin sehr froh deine Seite gefunden zu haben. Ich kann mich in vielen Themen mit euch identifizieren und bin glücklich, dass andere auch die selben „Probleme“ haben wie wir (nur in meiner Umgebung gibt’s da irgendwie keinen)
LG und mach weiter so
Author
Liebe Maierdbeere,
wenn ich Deine Zeilen so lese, fühle ich mich richtig glücklich, dass unser Mädchen all ihre Zähne schon hat 😉
Interessant, was Du über die Wirkung von Nurofen schreibst. Ich kann total nachvollziehen, dass Du Schmerzen ersparen willst, aber dieses Tappen im Dunkeln macht einen schon fertig, oder?
Ich wünsche Euch noch viel Kraft!!
Liebe Grüße
Kathrin
Toller Artikel! Unsere Erfahrung mit Zahnen. Als unsere Kleine auf die Welt kam, ging es schon loooos. Wir wussten nicht was los ist. Dachten wir haben ein Schreikind. Nachdem 8 Wochen später 2 Zähne da waren, wussten wir was sie geplagt hat. Es war erstmal Pause. Nach 3 Wochen ging es weiter. Jetzt ist sie 10 Monate alt und hat 12 Zähne. Die Backenzähne schaffen sich gerade raus. Es ist immer wieder aufs Neue eine sehr anstrengende Zeit. Uns hat das Zahnöl von der Kempten Apotheke gut geholfen. Die Osanitglobulis 15 min vorm schlafen. Und im Notfall wenn sie überhaupt nicht zur Ruhe kommt gibt es Virbucol. Ich bin auch eher vorsichtig. Aber jetzt nach dem 12. Zahn denke ich dass ich ein gutes Gefühl entwickelt habe wann sie zahnt und hab dann auch ein besseres Gefühl beim Medikamente geben. Merken tu ich es wenn sie rote Backen hat ihr Stuhl streng riecht sie ein wunden Po hat, sabbert und sehr müde ist und sich ständig die Nase reibt. Die Hälfte haben wir jetzt schon geschafft. Ich hoffe bald ist es um, unsere Kleine ist ein echtes Mimöschen wenn es ums Zahnen geht. Viel Kraft und starke Nerven an alle Mitleidenden
Author
Ohje, Dir auch viel Kraft und starke Nerven!
Was bin ich froh, dass unser Mädchen all ihre Beißerchen schon hat 😉
LG
Kathrin
Da meine kleine Goldmaus bei Zahnungsschmerzen den Mund nicht öffnet für Globuli oder Osa Zahngel, suchte ich was anderes. Und stiess auf das Zahnöl der Bahnhofapotheke Kempten (www.bahnhof-apotheke.de). Das Zahnöl streicht man dem Kind auf die Wangen und es wirkt fabelhaft.
Gerade wenn ich unsicher bin, ob es nun Zahnschmerzen sind oder nicht, kann ich das Zahnöl mit gutem Gewissen geben.
Liebe Grüsse
Author
Ja, darauf bin ich gestossen, als unser Mädchen bereits alle Zähne hatte :/ Wird beim nächsten Knirps direkt ausprobiert. Danke für’s Erinnern!
Liebe Grüße
Kathrin
Vielen Dank für den tollen Artikel! Ich fühle mich davon und den vielen tollen Kommentaren gerade echt getröstet. Unsere Kurze is erst 15 Wochen alt und seit einer Woche wohl am Zahnen – mir fehlt auch der goldene Indikator 😉 Sie hat auf einmal nicht mehr regelmäßig Groß gemacht (sonst einmal am Tag – Flaschenkind), sodass ich Sorge wegen Verstopfung hatte, weil sie das schon mal hatte und man dann ja gerne ubervorsichtig ist. Die Bauchschmerzen blieben aber aus und auch die Windel wurde nach 3 Tagen wieder voll in normaler Konsistenz. Allerdings ließ nun der Appetit spürbar nach, obwohl sie sonst ein guter Esser war. Dann folgten rote Bäckchen, leicht erhöhte Temperatur und alles begleitet mit mega Rumgekaue auf dem Fäustchen. Also ich bin 100% ig überzeugt, dass sie zahnt!
Aber ich bin mindestens genauso unsicher, wie ich ihr helfen kann. Osanit gebe ich ihr auch und kann wie meine Vorredner auch nicht sagen, obs was bringt. Unser größtes Problem ist, dass sie vor Schmerzen nach kurzem Trinken die Flasche verweigert. Auf ihrem gekühlten Beissring kaut sie dagegen mit Hingabe rum. Warum hat denn noch niemand eine Flasche mit kaltem Nucki und warmer Milch erfunden?!
Gestern Abend ging es der Maus so schlecht, dass ich ihr kurzerhand ein Benuron-Zapfchen gegeben hab. Nach zwei Minuten war der Spuck vorbei und das Kind seelig am pennen. Ich hab ihr nun heute Nachmittag nochmal ein Zäpfchen gegeben in der Hoffnung, dass sie dann endlich mal wieder richtig trinkt -tja, Ergebnis bleibt abzuwarten, die Madame schläft schon wieder. Allerdings hab ich mittlerweile ein ganz schlechtes Gewissen, weil ich sie eigentlich auch nicht einfach so mit Medikamenten voll pumpen will – zumal der Spass ja noch länger dauern wird. Insofern ist mein schlechtes Gewissen wohl ganz gut… Werde mir nun auch mal das Zahn-Öl und die Virbucol-Zäpfchen besorgen und morgen mal hören was der Kinderarzt so sagt -die nächste U passt gerade sehr gut 🙂
Viele Grüße!
Hallo liebe Kathrin,
unsere Tochter scheint auch gerade ihren ersten Zahn zu bekommenn (mit knapp einem Jahr).
Es ist schon mehrmals passiert, dass sie unruhige Nächte hatte bzw. vor dem Einschlafen heftig geweint hat. Ich konnte auch wenig einschätzen, was sie hatte. Meistens war es, als wir woanders übernachten mussten (bei meinen Eltern bzw. bei meiner Schwiegermutter). Interessanterweise war die erste Nacht immer ruhig aber am darauffolgenden Abend ging’s dann richtig los.
Zu Hause hatte sie das auch schon ein paar Mal. Wir haben das dann immer aufs Zahnen geschoben. Unsere Kinderärztin sagt seit fast 7 Monaten, dass die Zähne gleich kommen würden 🙂
Diese Woche wurde es aber echt schlimm. So habe ich meine Tochter noch nie erlebt. Sonntag Nachmittag ging es los – sie konnte einfach nicht ihr zweites Schläfchen machen. Sie war hundemüde, schlief an der Brust kurz ein, zuckte, weinte und drehte sich weg. Abends ging es weiter, ich lag mit ihr stundenlang im Bett und stillte sie. Irgendwann musste ich auf Toilette und Papa musste das Kind übernehmen. Sie hat dann so schlimm geweint, dass sie nicht mal mit der Brust zu beruhigen war. Tragen half auch nicht – sie wollte raus aus dem Tragetuch. Aus lauter Verzweiflung verabreichten wir ihr ein Paracetamol-Zäpfchen. Kurz darau legten wir uns wieder hin. Sie stillte, nickte kurz ein, um gleich wieder vor Schmerz aufzuwachen. Alle 5-10 Minuten zuckte sie zusammen und suchte die Brust. Fand sie diese nicht innerhalb einer Sekunde, ging es los mit dem Weinen. Mein Mann trug sie ewig durch die Wohnung und sie schlief einfach nicht ein. Im Sitzen wurde sie aber still. Um 4 Uhr saßen wir alle drei vor dem Fernseher. Wir mussten nur bis 8 Uhr durchalten, dann wollten wir zu unserer Kinderärztin. Kurz vor 6 fielen mir schon die Augen zu. Ich stillte sie im Bett im Sitzen und wir schliefen ein.
Die Ärztin meinte, der erste Zahn würde sehr bald durchbrechen und hat uns Dentinox und Nurofen verschrieben. Dentinox habe ich selber bei mir ausprobiert und musste feststellen, dass es kaum betäubt… Wir haben uns vorgenommen, Schmerzmittel nur abends vor dem Schlafengehen, wenn es richtig schlimm wird, zu geben. Ich habe es ihr aber gerade nochmals verabreicht. Sie war so unruhig, sehr müde und wollte stillen, konnte aber nicht, weinte wieder. Ich wurde schwach und gab ihr Nurofen. Jetzt habe ich schlechtes Gewissen….
Danke für deinen tollen Artikel! Ich werde andere Methoden ausprobieren,bevor ich das nächste Mal zu Medikamenten greife.
LG Viktoria
Danke für den tollen Artikel.
Ich bin durch Zufall drauf gestoßen da mein Sohn ( 27 Wochen alt) momentan wohl wieder am Zahnen ist und ich nach Tips gesucht habe wie man ihm das erleichtern kann.
Auch ich bin mir nicht zu hundert Prozent sicher ob es wirklich die Zähne sind da er die ersten beide Zähne ohne Probleme bekommen hat. Allerdings sprechen die Anzeichen , sehr starkes sabbern, kauen auf alles was er in die Finger bekommen kann und die roten Bäckchen, doch stark dafür. Am tage ist er sehr unruhig und viel am quängeln. Seit 3 Tagen hat er Probleme mit dem abendlichen einschlafen. Erst heute wieder habe ich eine Stunde gebraucht bis er geschlafen hat. Stillen funktionierte nicht genau so wenig wie auf dem Stuhl schaukeln oder tragen. Erst als ich ihm meinen Finger zum drauf kauen hin gehalten habe ist er sofort ruhig geworden und eingeschlafen.
Medikamente möchte ich ihm noch nicht geben solange ich ihn noch mit meinem Finger oder anderen Dingen zum drauf rum kauen beruhigen kann. Sollte es aber zu schlimm werden hilft manchmal wohl nur der Griff zu den Medikamenten. Ich hoffe das ich ihn auch so weiter hin beruhigt bekomme auch wenn es länger dauert.
Vielen Dank für diesen Artikel. Sie beschrieben exakt das Verhalten meines Sohnes (14 monate) und meine Unsicherheit. Auch ich bin kein Freund von chemischen Mitteln. Die 3-4 mal, die ich Paracetamol gab haben mal geholfen, mal aber auch nicht. Homöopathie habe ich noch nicht versucht.
Wir sind weiterhin schlaflos, das aber im Familienbett, so kann gehalten werden wenn unser Sohn das braucht (ab und zu mag er auch garnicht berührt werden).
Ratlose Grüsse
Pingback: Blue Coaster33
Hallo. Aus gegebenem Anlass habe ich letzte Nacht diesen Artikel gelesen…
Mein Sohn (17 Monate) hat bis auf die unteren beiden Eckzähne bereits alle Zähne. Alle waren mit viel Tränen und Schmerzen verbunden. Ich bin auch kein Freund von Tabletten usw., aber wenn mein Kind nachts nur noch weint und nicht schlafen und nicht stillen kann gebe ich entweder Paracetamol oder Ibuprofen. Danach ist er immer ruhig geworden, konnte trinken und somit auch einschlafen. Letzte Nacht allerdings hat nicht einmal das geholfen… Erst in den Morgenstunden konnte ich ihn zum stillen überreden und er schlief völlig erschöpft ein.
Tagsüber versuchen wir ihm mit Globuli oder homöopathischen Zäpfchen von Weleda zu helfen. Das klappt manchmal = am besten hilft aber Ablenkung 🙂
Auch mein großer Sohn hatte früh und mit viel Schmerz kommende Zähne. Auch bei ihm half wenn es ganz schlimm war Schmerzmittel.
Beide Kinder sind durch Tragen, Ball wippen usw nie zu beruhigen gewesen wenn es die Zähne waren = bei anderen Ursachen hat das sonst geholfen. So konnte ich meist herausfinden ob es Schmerzen oder Unruhe waren die sie beschäftigten.
Ein schlechtes Gewissen habe ich irgendwie immer, aber wenn mein Kind aus Leibeskräften brüllt und weint und danach endlich Ruhe findet, hoffe ich die richtige Entscheidung getroffen zu haben und vertrau darauf daß es nicht schaden wird.
Es tut aber immer gut hier auch von anderen zu lesen die ähnliche Situationen erleben und durchleben! Danke!
Hallo,
meine Erfahrungen mit meiner Maus beim Zahnen, waren am Anfang auch schlimm,, ich wusste nicht was auf einmal mit ihr los war, den ganzen Tag jammern, quengeln, schlaflose Nächte, naja das übliche halt, muss aber sagen bei den oberen Zähnen merkt man jetzt ganz deutlich das sie zahnt, ich merke das stark an ihrem Essverhalten, sobald 2-3 Löffel in ihrem Mund sind weint sie spuckt das essen aus, wird zornig sobald man nur versucht mit dem Löffel in die Nähe ihres Mundes zu kommen. dann habe ich bemerkt sie mag ihre Breie eiskalt aus dem Kühlschrank, sie behält den Brei auch so lange im Mund bis er warm ist und dann wird erst geschluckt. Das Essen zieht sich natürlich laaaange hin, bin aber froh dass sie überhaupt isst.
Ich hab ihr bis jetzt einmal ein nurofen Zäpfchen gegeben als ich nicht mehr weiterwusste, und meine Kleine durchgeschrien hat. Selbst Nähe wollte sie nicht, hat gekratzt um sich geschlagen, sich gesträubt, schlimm da wusste ich ok, sie hat schlimme Schmerzen. Selbst Ablenkung half nicht mehr. nurofen gegeben, siehe da 15 min. später hatte ich wieder ein quasselndes krabbelndes glückliches Baby. Ich finde es auch überhaupt nicht verwerflich Scherzmittel zu geben, Jeder von uns weiß wie ekelhaft alle Schmerzen sind die am Kopf stattfinden, Zähne, Migräne, normale Kopfschmerzen, und soetwas einem kleinen Baby zuzumuten…. muss nicht sein. natürlich versucht man erst alles andere, aber wenns nicht hilft? Übrigens ist es auch Veranlagung bei wem ibuprofen oder Paracetamol hilft, bei mir hilft Paracetamol null, dafür aber Ibu. Früher bevor man diese Mittel kannte hat man die Babys auf Weidenrinde rumkauen lassen, wegen der schmerzstillenden Wirkung des Aspirinwirkstoffs.
Ich wünsche allen Mamas ganz viel Kraft für diese schwierigen Zeiten